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Traveller und die Highlands

Ich freue mich immer sehr, wenn ich eine so wunderbar geschriebene Rezension lese und möchte euch diese von „Nanette“ bei Lovelybooks nicht vorenthalten:

Wertschätzung des Lebens in seiner vielfältigen Form.
Dieser eindringliche Roman über Herkunft, Ausgrenzung/ Diskriminierung, Perspektivlosigkeit sowie den steinigen Weg zu Selbstbestimmung und eigener Stimme durch die Kraft von (Herzens-)Bildung erstreckt sich über mehrere Zeitebenen und bringt uns das faszinierende Leben und Wirken der schottischen Traveller, insbesondere der Horsemen, Menschen mit besonderen Fähigkeiten im Umgang mit Pferden und ihre alte Sprache Beurla Reagaird durch drei eng miteinander verwobene Familienschicksale näher.
Constanze Wilken führt uns durch diese äußerst eindrucksvoll den Wandel der Zeit vor Augen.
Lizzie Farland, die in der Welt der Bücher aufgeht, aber dafür auf keinerlei Verständnis ihrer Familie, insbesondere ihres Vaters Donnie, den Chef der Farlands von Kinloch sowie ein Horseman, stößt, geht ihren eigenen Weg, indem sie sesshaft wird und ihre Liebe zu Büchern zum Beruf macht.
Ronain MacMillan lebt mit seinem Vater Lory, der ein Horseman ist und eine kleine Pferdezucht betreibt, seiner Mutter Maggie, die eine erfolgreiche Springreiterin war und nun Pferde für verschiedene Ställe trainiert sowie Reitunterricht erteilt, seiner unheilbar kranken Schwester Leitis und seinem Großvater Old Angus, der ebenfalls ein Horseman ist, zusammen das traditionelle Leben der Traveller.
Cameron (Cam) Grimmond, der Sohn von Baron Horaz Grimmond, lebt hingegen in den Tag hinein. Er ist durch seine Herkunft abgesichert.
Die drei facettenreichen und damit äußerst interessanten genannten Hauptcharaktere sind trotz der Standesunterschiede seit ihrer Jugend miteinander befreundet.
Der flüssige, liebevoll detaillierte, bildhafte, einfühlsame Schreibstil ließ mich intensiv an ihren aufwühlenden Erlebnissen teilhaben, die aufzeigen, dass Geld allein nicht glücklich macht und dass Vertrauen ein kostbares Gut ist, das man nicht missbrauchen sollte.
Die Werte, die durch diese Geschichte vermittelt werden, sind ebenso zeitlos wie das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Arm und Reich und regen zum Nachdenken an.
Möge der beschriebene Zusammenhalt viele zu einem respektvollen Miteinander inspirieren und die Welt damit zu einem sichereren Ort für alle Lebewesen machen!
 
Ich hoffe, dass ihr euch beim Lesen von „Schatten über den Highlands“ auch so gut unterhalten fühlt! 😍